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Vereinssport-Notizen aus BaselKleinbasel, am Rhein
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Basel draussen Lacrosse |
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Lacrosse-Regeln, ohne KopfwehBei meinem einzigen Lacrosse-Training habe ich in neunzig Minuten drei Pfiffe kassiert und keinen davon verstanden. Danach habe ich mich hingesetzt und die Regeln gelesen. Hier ist das Wichtigste, so kurz wie möglich. Vorweg: Es gibt nicht ein einziges Regelwerk. Der Weltverband World Lacrosse gibt die internationalen Regeln vor, in Nordamerika gelten teils andere. In der Schweiz spielt man nach den internationalen Regeln. Ligen passen Details an, etwa die Spielzeit. Nimm die Tabelle also als Orientierung, nicht als Gesetz. Die Grundregeln in einer Tabelle
Der Ball ist aus hartem Gummi, ungefähr so gross wie ein Tennisball, aber deutlich schwerer. Wer ihn mal an den Oberschenkel bekommen hat, vergisst das nicht. Ich spreche aus Erfahrung. Was auf dem Feld wirklich zähltDas Wichtigste zuerst: Den Ball darf man nur mit dem Stock spielen. Die Hand ist für alle ausser der Torhüterin tabu. Wer den Ball in der Pocket trägt, muss den Stock ständig leicht drehen, das nennt man Cradling. Sonst fällt er raus. Bei mir ist er trotzdem rausgefallen, aber das lag eher an mir. Um das Tor gibt es einen Kreis, den Crease. Angreifer dürfen da nicht rein. Das ist eine der Regeln, die am häufigsten gepfiffen wird, gerade bei Anfängern, die vor lauter Begeisterung einfach mitlaufen. Ausserdem gibt es eine Abseitsregel, die simpler ist als im Fussball. Jedes Team muss in seiner Hälfte eine Mindestzahl an Spielern lassen. Wer zu viele Leute nach vorne schickt, verliert den Ball. Fouls: persönlich oder technischBei den Männern unterscheidet man zwei Arten. Persönliche Fouls sind die gefährlichen: Schläge mit dem Stock gegen den Körper, Checks von hinten, Beinstellen, unsportliches Verhalten. Dafür muss der Spieler raus, je nach Schwere für eine bis drei Minuten. Sein Team spielt so lange in Unterzahl, ähnlich wie beim Eishockey. Technische Fouls sind kleinere Vergehen, zum Beispiel Festhalten, Stossen, Abseits oder Zeitspiel. Je nach Situation gibt es Ballverlust oder eine kurze Strafe von dreissig Sekunden. Bei den Frauen funktioniert das anders. Dort gibt es kleine und grosse Fouls. Nach einem grossen Foul im Torbereich bekommt die gefoulte Spielerin einen Freiwurf, eine sogenannte Free Position, mit freier Bahn aufs Tor. Das ist ungefähr so spannend wie ein Penalty.
Frauen und Männer: der grösste UnterschiedEhrlich gesagt sind das fast zwei verschiedene Sportarten mit dem gleichen Stock. Männer-Lacrosse ist ein Kontaktsport mit voller Schutzausrüstung. Frauen-Lacrosse verbietet Body Checks, und deshalb ist auch die Ausrüstung leichter. Ein Mundschutz ist Pflicht, ein Augenschutz wird je nach Verband verlangt. Helme sind bei den Frauen kein Standart, ausser bei der Torhüterin. Auch der Spielbeginn ist anders. Bei den Männern gibt es den Faceoff: zwei Spieler hocken am Boden, der Ball liegt zwischen den Stöcken, und auf Pfiff kämpfen beide darum. Bei den Frauen heisst das Draw. Die Schiedsrichterin legt den Ball zwischen zwei Stöcke, die in der Luft aufeinander gedrückt werden, und auf Pfiff fliegt er hoch. Die Pocket ist bei den Frauen flacher. Der Ball liegt also weniger tief und fällt schneller raus. Das macht das Spiel technischer, Pässe müssen präziser sein. Wer aus einer Ballsportart mit viel Handarbeit kommt, etwa Handball oder Basketball, findet sich übrigens oft schneller zurecht als gedacht. Muss ich das alles vor dem ersten Training wissen?Nein. Gar nicht. Im Probetraining spielt sowieso niemand ein richtiges Spiel mit allen Regeln. Du lernst zuerst Fangen, Werfen und Cradling, und das dauert. Die Regeln kommen dann mit der Zeit, meistens dann, wenn du gegen eine verstösst. Wenn du wissen willst, wie so ein erster Abend abläuft, lies meine Seite zum Probetraining. Und wer nach den Regeln wissen will, wo der Sport herkommt und wo man in der Schweiz spielt, findet das hier zum Lacrosse allgemein. Eine ausführlichere Übersicht über Positionen und Varianten bietet der Artikel zu Lacrosse auf Wikipedia.
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Wer schreibt hier?
Nadia, Physiotherapeutin aus dem Kleinbasel. Volleyball, Ultimate, im Sommer im Rhein. Kein Verein, keine Werbung, nur Erfahrung. mehr über mich |
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